Tipps für die erfolgreiche WG-Suche

Wer schnell ein Zimmer in einer WG finden will, muss vorher Prioritäten festlegen. Wichtig ist, eine genaue Vorstellung von seiner künftigen Unterkunft zu haben, in der man wohnen möchte. Dazu sollte eine Liste angelegt und die einzelnen Punkte bezüglich ihrer Wichtigkeit zwischen 1 und 10 bewertet werden. Anhand dieser Aufstellung ist am besten ersichtlich, wo beim künftigen WG-Zimmer Abstriche in Kauf genommen werden können.

Wichtigste Kriterien sind Zimmergröße, verfügbares Budget und Art der WG

Welche Art Wohngemeinschaft soll es sein?

Fakt ist: Es existieren WGs verschiedener Arten. Für jeden Geschmack gibt es die perfekte Wohngemeinschaft – von der Party-WG bis zur Zweck-WG. Deshalb sollte von vorherein klar sein, welche Interessen bestehen. Wer neu in der Stadt ist und sich auf gemeinsame Aktivitäten und gesellige WG-Abende freut, sollte nicht in eine Zweck-WG einziehen. Studenten sollten am besten in einer Studenten-WG nach einem freien Zimmer suchen. Studenten nehmen untereinander Rücksicht und haben in etwa den gleichen Tagesablauf. Bei größeren WGs mit mehr als vier Bewohnern sind gemischte Wohngemeinschaften von Vorteil, da ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Geschlechtern Streitigkeiten vorbeugt.

Welches Budget steht zur Verfügung?

Wohnraum ist hierzulande knapp. Besonders in Uni-Städten ist die Nachfrage nach WG-Zimmern höher als das Angebot. Dadurch steigen die Preise, vor allem in zentralen Wohnlagen. Trotzdem sollte vor Beginn der Wohnungssuche ein monatliches Budget festgelegt werden. Beim Durchforsten der Angebote sollte auf Mietpreisstaffelungen, Warm- und Kaltmiete geachtet werden. Unabhängig von den in den Wohnungsangeboten genannten Preisen sollte ein eigenes Budget bestimmt werden. Als grobe Orientierung hilft ein Blick in den örtlichen Mietpreisspiegel. Die Zimmerpreise sind in verschiedenen Stadtteilen sehr unterschiedlich.

Anlaufstellen für Studenten bei der WG-Suche

Die erste Anlaufstelle, für Studenten auf Zimmersuche sind sogenannte WG-Börsen im Internet. Auf den klassigen Online Portalen wg-gesucht.de und studenten-wg.de gibt es sehr viele Zimmerangebote. Dementsprechend hoch ist auch die Konkurrenz. Eine andere Möglichkeit ist die WG-Suche auf dem relativ neuen Onlineforum WGcast.de. Ein aussagekräftiges Gesuch auf dem eigenen Profil in einem Social Media Netzwerk kann zum Erfolg führen. Freie WG-Zimmer werden auch über das Schwarze Brett in der Uni und in Zeitungen angeboten.

Schnell reagieren und WG kontaktieren

Insbesondere bei den genannten großen Portalen ist es wichtig, die Angebote mehrmals täglich zu lesen und schnell zu reagieren, wenn ein Angebot zusagt. Ob der Kontakt per E-Mail oder telefonisch erfolgt, muss jeder im Zweifelsfall selbst entscheiden. Auf alle Fälle sollten Wünsche der künftigen Mitbewohner berücksichtigt werden, beispielsweise „Nicht vor 19 Uhr anrufen!“). Wie die Bewerbung als Mitbewohner einer WG gestaltet wird, bleibt jedem selbst überlassen. Wie es bei den künftigen Mitbewohnern ankommt, kann niemand vorher wissen.

Tipps für die Besichtigung

Beim Besichtigungstermin fällt die Entscheidung, ob der Bewerber das Zimmer bekommt oder nicht. Wie bei der Kontaktaufnahme gelten auch beim Besichtigungstermin keine festen Regeln. Ein Bestechungsgeschenk mitzubringen, gemeinsam mit den Eltern zu erscheinen, nach Schweiß zu riechen und zu spät zu kommen, ist bei den meisten WGs nicht gern gesehen.

Am besten ist es, sich natürlich zu geben, keine schlechte Laune zu haben und den künftigen Mitbewohnern die Chance zum Kennenlernen zu geben. Authentisch zu bleiben ist auch dann die beste Lösung, wenn sich die neuen Mitbewohner für den Bewerber Spielchen ausgedacht haben. Wem das unangemessen erscheint, sollte die Besichtigung abbrechen. Wer das Spielchen mitmacht, um das Traumzimmer zu bekommen, sollte sich gut präsentieren. Im Übrigen kann es nicht schaden, noch einmal nachzufragen, wenn sich die WG nicht meldet.

Auf keinen Fall aufgeben

In vielen Städten lässt die Wohnungssuche Studenten schier verzweifeln. Trotzdem sollte sich niemand durch Misserfolge entmutigen lassen und die Suche weiter fortsetzen. Zumindest wird dadurch die Stadt besser kennengelernt.

Umfrage

Welchen Bezug hast Du zu Nürnberg?